Dialog Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt Integration und Inklusion

Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention

Schule

Die Gewährleistung eines integrativen Bildungssystems ist ein Schwerpunkt der bildungspolitischen Entwicklung der nächsten Jahre. Sachsen hat sich für eine Umsetzung nach dem Grundsatz: "So viel gemeinsamer Unterricht an der Regelschule wie möglich und so viel Unterricht an der Förderschule wie nötig" entschieden. Die Inklusion in den Schulen soll dabei schrittweise und mit Augenmaß erfolgen.

Hier gibt es weitere Informationen.

Beiträge (28)

Petra
Zeitpunkt des Erstellens 30. November 2015

Zu Inklusion in Schulen

Das Inkrafttreten der UN-BRK hier bei uns jährt sich erst zum siebten Mal;) Es macht die Situation aber nicht besser!

Petra
Zeitpunkt des Erstellens 30. November 2015

Inklusion in den Schulen

Die UN-BRK wird im März 2016 acht Jahre in Deutschland gültig sein. Acht Jahre! Welche Klassen besuchern Kinder die 2009 geboren sind? Welche Hoffnungen hat die Ratifizierung der UN-BRK in unserem fortschrittlichen Land den Eltern gemacht, deren Kinder nicht frei von Behinderung sind? Denken wir an die Worte von Richard Weizsäcker, dem ehemaligen Bundespräsidenten, der treffend formulierte, dass ein Freisein von Behinderung kein Verdienst sondern ein Glück ist, was UNS ALLEN jeden Tag genommen werden kann? Was bedeutet für unsere Kinder - behindert wie nicht behindert - "schrittweise und mit Augenmaß"?

SMueller1
Zeitpunkt des Erstellens 30. November 2015

Senkung Klassenteiler

Sehr geehrte Damen und Herren, zur weiteren Verbesserung der Voraussetzungen einer inklusiven Schule für Kinder mit besonderem Förderbedarf wird im gegebenen Fall eine Senkung Klassenteilers unter die aktuellen Grenzen vorgeschlagen. Freundliche Grüße Sylvia Müller

SMueller1
Zeitpunkt des Erstellens 30. November 2015

Deutsche Gebärdensprache als Zweitsprache für Lehramt

Sehr geehrte Damen und Herren, ich rege an, im Rahmen des Studiums "Lehramt" die deutsche Gebärdensprache als Zweitsprache auszubilden. Damit soll die gleichberechtigte Kommunikation für gehörlose Schülerinnen und Schüler verbessert werden. Freundliche Grüße Sylvia Müller

schneidiwx
Zeitpunkt des Erstellens 30. November 2015

Abitur ablegen für Schüler der Hörgeschädigte-Schulen in Sachsen ermöglichen

Nach der Wende bis heute besuchen alle Schulabgänger von Förderzentren der Hörgeschädigtenschulen Dresden, Leipzig und Chemnitz u.a. auch die Rheinisch-Westfälisches Berufskolleg in Essen, um dort Abitur abzulegen. Es wäre sinnvoll, in Sachsen zu bleiben und Abitur abzulegen. Somit stärkt man sächsische Heimatverbundenheit und es ist eine gute Werbung für ehrenamtliche Vereinsmitarbeit in Gehörlosen - und Gehörlosensportvereine. Um Mitgliederschwund zu vermeiden, wäre sehr gut, in Sachsen zu bleiben und arbeiten.

Alfons Weber
Zeitpunkt des Erstellens 29. November 2015

Warum nicht?

Bei der vielzitierten UN-Konvention geht es ja nicht nur um Bildungschancen (und Fördermöglichkeiten), sondern es geht noch mehr um TEILHABE! Und dieses Ziel ist vor- und höherrangig. Es geht darum, einer "Parallelgesellschaft" entgegenzuwirken, in der sich viele Menschen mit Behinderungen zusehends wiederfinden. Der Weg zur Inklusion ist kein einfacher, braucht "Herz" und die Strahlkraft gelungener Beispiele, auch aus anderen Ländern. Es ist auch nicht nur eine Aufgabe der Lehrer, sondern, wenn man so will, der gesamtem "Schulgemeinschaft", also auch der Eltern von Kindern "ohne Behinderungen" und der Elternräte. Letzthin ist es auch nicht ein Thema von "Schule" allein, doch hier konzentrieren sich bislang die öffentlichen Auseinandersetzungen. Natürlich heißt die Frage (die Aufforderung) an die Eltern: "Unterstütze ich Inklusion in der Klasse meines Kindes?" (und nicht nur "grundsätzlich"). Kinder lernen von Kindern und müssen sicher nicht überall "optimal gefördert", und dazu "vereinzelt", "sortiert" und "herausgenommen" werden. Die "Ressourcen-Frage" scheitert nicht an der Inklusion, sondern an dieser uneingeschränkten "Optimierungsidee". Das genauso wichtige, inklusive Lernen "voneinander" findet sicher in alle Richtungen statt, auch die "Besseren" profitieren davon. Eine weitreichende inhaltliche Differenzierung und eine in vielen Formen, Ritualen und Ereignissen "gelebte" soziale Gemeinschaft in Klasse und Schule sind die beiden "Achsen", in der Inklusion in der Schule stattfindet. Chancen? Gibt es viele! Förderschulen und allgemeinbildende Schulen haben nun vielfältige Berührungspunkte, wo bisher nur die "Aussonderung" und "Verschiebung" von Schülern auf dem Verwaltungswege stattfand. Das Methodenrepertoire, der Überblick über Hilfemöglichkeiten der unterschiedlichsten Art und die diagnostischen Fähigkeiten der Sonderpädagogen sind ein enormer Gewinn für jede Schule und für jeden Schüler. Inklusion wirkt der sozialpsychlogisch sehr wirkmächtigen "Ausgrenzung" von Kindern, auch der "drohenden Ausgrenzung" und der ständigen Rede davon, entgegen, was gut für alle Schüler ist! Man sollte den Wert einer "Gemeinschaft aller" (ohne Ausnahme), zumal im "sozial empfänglichen" Vorschul- und Grundschulalter für grundlegend wichtig erachten und nichts unversucht lassen. Es geht ja um ein Menschenrecht, und nicht nur um einen "Unterrichtsversuch"!

LunA-Leipzig und Autismus e.V.
Zeitpunkt des Erstellens 29. November 2015

Schüler aus dem autistischen Spektrum

Mit dem offiziellem Wegfall des Förderschwerpunktes Autismus bestehen für autistische Kinder noch mehr Schwierigkeiten von ihrem Recht auf Bildung gemäß ihren Fähigkeiten und Neigungen gebrauch zu machen. Autistische Kinder werden der Schule für Erziehungshilfe zugeordnet ( soz.-emotional), was dem ihrem Behinderungsbild in keiner Weise entspricht, da die Schwerpunktfelder eine vollkommen andere Ursache haben und das Umfeld für autistische Kinder allein schon aus dem Behinderungsbild vollkommen ungeeignet sind. Für Schüler aus dem autistischem Spekrtum gibt es in Deutschland keine grundsätzlich geeignete Schule. Daraus ergebe sich immer rechtliche Konflikte, die dann wieder ursächlich bei den Kinder gesucht werden. Es darf keine Zwangszuweisungen mehr geben. Es muss den Bedürfnissen der Kinder entsprochen werden und auch hier wieder ist dringend die Informationslücke zu füllen. Alle Beteiligten sind in der Regel an ihren Grenzen, denn z.B. erhalten die Schulen nur unzureichende personellen, materielle und informelle Unterstützung. Die Bildung autistischer Schüler ist derzeit vor allem von einem persönlichen Engagment der Schulen und deren Ressourcen abhängig, da auch sie keine ausreichende, einheitliche, bedurfnissorientierte und transparente Unterstützungsmöglichkeit für ihre Arbeit bekommen. Es kostet alle ( Schüler, Lehrer, Eltern ) viel zu viel Kraft und Geld über Einzelfallregelungen überhaupt eine "geduldete" Lösung zu finden. So sollten die Bedürfnisse aller Beachtung und Umsetzung finden. Für alle Beteiligten ob mit oder ohne Behinderung. Und an der Stelle wünschen wir uns sehr auch Kontaktpersonen und Gesprächsmöglichkeiten mit den zuständigen Behörden. Weiterhin müssen natürlich im Sächsischen Schulgesetz die Grundlagen zur Beschulung im Sinne der Menschenrechtskonvetion gestaltet werden.

Pebbles
Zeitpunkt des Erstellens 28. November 2015

Kosten für Gebärdensprachdolmetscher

Zur Inklusion gehört unbedingt dazu, dass gehörlose Kinder in Regelschulen (also in "normalen" Schulen mit anderen hörenden Kindern) einen Gebärdensprachdolmetscher zur Verfügung gestellt bekommen. Leider müssen Eltern immer wieder für ihr Recht kämpfen, dass die Dolmetschkosten übernommen werden. Daher muss es einheitliche Regeln geben, damit von Beginn an klar ist, welcher Kostenträger für derartige Dolmetscheinsätze zuständig ist und diese dann auch ohne Probleme bezahlt werden.

Kasasei
Zeitpunkt des Erstellens 27. November 2015

Zieldifferentes Unterrichten in der Sekundarstufe

Laut Sächsischem Schulgesetz ist zieldifferentes Unterrichten in Sachsen ab der Sekundarstufe in staatlichen Schulen nicht möglich. Wie soll es da bitte inklusive Beschulung geben? Müsste wohl zuerst mal das Schulgesetz renoviert werden! Und dann könnte man gut und schnell von anderen Bundesländern lernen, wie Inklusion gelingen kann! Müssen wohl auch endlich neue Rahmenbedingungen her, der Regelschullehrer allein mit 27 Kindern in der Klasse kann nicht noch Inklusion "machen"! Es gibt genug Fachleute zu diesem Thema, die Ideen und Vorschläge haben, wie es gehen kann. Aber: Ist es wirklich gewollt? Im Übrigen profitieren von inklusiven Schulen, Kitas, Unternehmen u.s.w. immer ALLE, nicht nur die Menschen mit Behinderung! (Natürlich nicht unbedingt unter dem alleinigen Aspekt der messbaren Leistung - vielleicht liegt dort der Hase im Pfeffer und ein Grund für Entsolidarisierung und Werteverfall in unserer Gesellschaft.!?!)

Landesverband der Gehörlosen Sachsen e.V. / LDZ
Zeitpunkt des Erstellens 26. November 2015

Mitwirkung gehörloser Eltern in Schule und Kita

Zu dieser Thematik hat bereits über mehrere Jahre ein Schriftwechsel zwischen unserem Verband, dem Landesverband der Gehörlosen Sachsen e.V., und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz (SMS) stattgefunden. Das SMS sieht hier die Zuständigkeit beim Sächsischen Staatsministerium für Kultus (SMK) und schlägt die Umsetzung in den entsprechenden Fachgesetzen – dem Gesetz über Kindertageseinrichtungen und dem Schulgesetz für den Freistaat Sachsen – vor. Ein gemeinsames Gespräch des Landesverbandes der Gehörlosen Sachsen e.V. mit dem SMS und dem SMK fand im Frühjahr 2015 ergebnisoffen statt. Entsprechend der Zusage seitens des SMS in einem Schreiben vom 06.06.2014, dass dieses Thema im Rahmen der Erarbeitung des ressortübergreifenden Aktionsplans gern wieder aufgegriffen wird, bitten wir dringlich um Einbezug unten folgender Maßnahmen in den Landesaktionsplan: Für eine barrierefreie Beteiligung und Mitwirkung gehörloser Eltern in sächsischen Kindertageseinrichtungen und Schulen müssen das Gesetz über Kindertageseinrichtungen sowie das Schulgesetz so angepasst werden, dass sich hierin zukünftig eine Regelung zur Inanspruchnahme und Vergütung von Gebärdensprachdolmetscherleistungen bei Elternabenden, Elterngesprächen und bei weiteren Veranstaltungen in den Einrichtungen und Schulen (Einschulung, Feste etc.) findet. Die bisherige Regelung der Inanspruchnahme und Vergütung hat an sich keine rechtliche Relevanz: Die Dolmetscherleistungen in diesen Bereichen werden über die Landesdolmetscherzentrale des Landesverbandes der Gehörlosen Sachsen e.V. finanziert. Das jährliche Budget reichte in den vergangenen Jahren nicht aus, so dass im Nov./Dez. jeweils keine Dolmetschereinsätze hier mehr finanziert werden konnten. Die Vergütung liegt zudem an der untersten Grenze der Dolmetscherhonorare. In gesetzlichen Regelungen und darüber hinaus ist heute ein Honorar von € 75,- pro Dolmetschstunde üblich. Für den beschriebenen Bereich liegt das Honorar bei € 45,- pro Dolmetschstunde, also 40% darunter. Darüber hinaus können aufgrund der schwierigen finanziellen Lage in vielen Fällen angemessene Arbeitsbedingungen für Gebärdensprachdolmetscher/innen nicht vollständig gewährleistet werden. Dies betrifft in erster Linie die Doppelbesetzung bei Einsätzen mit einer Dauer von über einer Stunde, sowie bei einem Gesprächsteilnehmerkreis von über 3 Personen. Elternabende fallen in diese Kategorie, werden aber i.d.R. in Einzelbesetzung gedolmetscht. Der Landesverband ist, trotz der Zuwendungen, welche er bzw. die Landesdolmetscherzentrale erhält, nicht in der Lage, die hier notwendigen finanziellen Mittel zu erbringen und zur Verfügung zu stellen. Damit die Eltern endlich eine Rechtssicherheit haben und sie ihren elterlichen Pflichten barrierefrei nachkommen können, wäre hier eine gesetzliche Regelung unbedingt notwendig.

Gegenstände

    • Aktionsplan der Sächsischen Staatsregierung zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention
      • Arbeitsgruppe Bildung

Status

  • Status Beendet
  • Zeitraum 06.10.2015 bis 30.11.2015
  • Beiträge 186 Posts
  • Kommentare 44 Comments
  • Bewertungen 1010 Ratings
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